Seit Anbeginn der Zeit dem Jahr 2009 sind sage und schreibe sechs Teile der Need for Speed-Serie erschienen. Mit den Titel Shift, Nitro, World, Hot Pursuit und den diesjährigen Titeln Shift 2 und The Run veröffentlichte Electronic Arts viele Titel, welche jedoch mitunter an der Qualiät zu knabbern hatten. Interessant ist auch, dass insgesamt vier Entwickler an den vergangenen sechs Ablegern beteiligt waren. Doch gehen wir geordnet vor: Im Jahr 1994 erschien Need for Speed für den 3Do, ein Jahr später für den PC, und widerum später die Portierung für die Playstation und den Saturn. Das Spiel fuhr hohe Wertungen im 9/10, 90er, 90%-Bereich (Wertungssysteme werden in Zukunft noch in einem anderen Artikel besprochen!) ein und wurde besonders wegen der Grafik und Inszenierung, dem Gameplay und Handling gelobt. Seither erschienen zahlreiche neue Teile der Videospielserie, welche besonders zur Zeit des Jahrhundertwechsels polarisiert haben. Die Spiele lassen sich in drei Bereiche gliedern: Die Tuner/Modder, Die Gejagten und Die Realistischen. Die erste Sparte trat besonders in den Jahren von 2003 bis 2006 auf, ist jedoch aktuell eher in den Hintergrund gerückt worden. Aktuell fährt EA zweigleisig: Mit Spielen wie der Shift-Kette werden zunehmend Simulationsfanartiker angesprochen, wohingegen Titel wie ‘The Run’ und ‘Hot Pursuit’ die Casualspieler ansprechen sollen. Von dem Erstegenannten soll der folgenden Artikel handeln.
Am 17. November des vergangenen Jahres erschien ‘The Run’. Ob das Veröffentlichungsdatum klug gewählt worden ist, bleibt die Frage, da zeitgleich bzw. kurz vorher Giganten wie Modern Warfare 3 und The Elder Scolls: Skyrim erschienen sind. An dieser Stelle sei gesagt, dass es (NFS) nicht mit AAA-Titeln des restlichen Novembers mithalten kann. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Michael Bay (Transformers) hat Electronic Arts für Need for Speed The Run einen wahren Blockbuster-Werbespot erstellt. Überall kracht es, Explosionen und Verfolgungsjagden, Unfälle und Luftsprünge, der Trailer bietet alle Dinge, die Adrenalinjunkies lieben. Doch was steckt tatsächlich hinter der Fassade? Seit dem Trailer zu dem indizierten Zombiespiel des letzten Jahres (es “handelt” von einer toten Insel) wissen wir Videospieler, dass Teaser blenden können und Erwartungen nicht erfüllt werden. Doch bevor ich auf die vermeintliche Action eingehe, möchte ich euch die Story in zwei Sätzen zusammenfassen: Der gesichtslose Niemand “Jack” hat Schulden bei den ganz üblen Männern, welche ihm nun an den Kragen wolllen, doch eine rothaarige Lady schlägt ihm die Teilnahme am Straßenrennen “The Run”, welches in San Francisco startet und in New York endet. Der Gewinn liegt bei 25.000.000$, doch Jack bekommt nur 10% davon, da das rothaarige Biest die restlichen 22,5 Millionen Dollar nur dafür bekommt, dass sie Jack einen Startplatz im Turnier sichert. Jack, are you serious? Niemand wäre so blöd und würde sein Leben auf’s Spiel setzen, um letzendlich nur 10% des Gesamtertrags zu bekommen! Neben der Tatsache das Jack ein völlig ausdrucksloses Gesicht hat, besitzt er anscheinend auch Stimmbänder, die ausschließlich in einer Stimmlage reden können – Emotionen werden außer Acht gelassen.















